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Ratgeber

Im Folgenden möchten wir Sie über die wichtigsten Begriffe aus der Fachterminologie und den Themen Schulden und Kredite informieren und aufklären. Denn nur, wenn Sie wissen worüber geredet wird, können Sie auch die richtigen Entscheidungen treffen.

1. SCHULDEN

Welche Gründe gibt es für Schulden?

Die Hauptgründe für Schulden sind Arbeitslosigkeit und die damit verbundenen Einkommenseinbußen sowie die Änderung der Lebensumstände durch Scheidung oder Tod des Partners/der Partnerin. Auch Unfälle oder eine gescheiterte Selbständigkeit können zu finanziellen Problemen führen, ebenso wie eine unwirtschaftliche Haushaltsführung oder Immobilienschulden.

Was droht mir bei Schulden?

Schulden sind nichts ungewöhnliches und in der Privatwirtschaft durchaus gängig. Wenn Schulden aber nicht mehr bezahlt werden können, also bei einer Überschuldung, können die Konsequenzen drastisch sein. Hier ein Überblick:

> Kündigung

Wenn Sie die Kosten für Ihren Handyvertrag, Ihre Versicherungsprämien oder Ihre Miete nicht mehr bezahlen, droht die Kündigung.

> Verzugszinsen

Verzugszinsen müssen Sie zahlen, wenn Sie Ihre Rechnungen zu spät oder gar nicht begleichen.

> Mahnungen

Wenn Sie Mahnungen erhalten, sollten Sie wissen, dass dabei auch Mahnkosten anfallen. Wenn Sie nicht reagieren und die angemahnten Beträge nicht begleichen, werden häufig Inkassodienste eingeschaltet.

> Inkasso

Inkassodienste treiben Geld im Auftrag Ihrer Gläubiger ein. Dabei fallen teilweise sehr hohe Zusatzkosten an.

> KSV

Negative KSV-Einträge drohen, wenn Sie Ihre Schulden nicht mehr abzahlen. Ein Negativeintrag erschwert den Abschluss von Krediten oder Handyverträgen.

> Privatinsolvenz

Eine Privatinsolvenz bietet überschuldeten Verbrauchern die Möglichkeit, nach fünf Jahren schuldenfrei zu sein. Allerdings ist das nicht immer die beste Möglichkeit.

Welche Schuldenarten gibt es?

> Primärschulden

Unter Primärschulden versteht man, die die Existenz des Schuldners bedrohen. Dazu zählen Mietschulden, Stromschulden und Schulden bei den Stadtwerken. Können solche Forderungen nicht gezahlt werden, drohen Stromsperre oder Erzwingungshaft.

> Sekundärschulden

Sekundärschulden sind Verbindlichkeiten, die nicht existenzbedrohend sind. Dazu gehören Kreditkartenschulden, der Dispo, aber auch Leasing oder Ratenkäufe.

Was sind die größten Schuldenfallen?

Die Frage deutet es schon an: es gibt mehr als eine Schuldenfalle. Wir geben Ihnen einen Überblick über die wichtigsten.

> Haushalt

Der Haushalt kann Sie unnötig stark finanziell belasten. Um in diesem Bereich Geld zu sparen, kochen Sie selbst, statt Essenslieferdienste zu nutzen oder ins Restaurant zu gehen.

> Verträge

Prüfen Sie Verträge für Versicherungen, Energie, Internet und Telefon regelmäßig. Wenn es bessere Angebote gibt, wird es Zeit zum Wechseln. Kündigen Sie Verträge, die Sie nicht mehr brauchen.

> Kreditkarten und Finanzierung

Kontrollieren Sie die Kontoauszüge Ihrer Kreditkarte regelmäßig und reduzieren Sie das Kreditkartenlimit. Lehnen Sie ab, wenn eine Bank Ihren Kreditrahmen erhöhen will.

> Auto

Besonders beim Auto fallen hohe, regelmäßige Kosten an. Das können Leasingraten oder teure Kfz-Versicherungen sein. Wenn Sie ihr Auto finanzieren wollen, ist der Autokredit einer Bank günstiger als einen Händlerkredit.

> Finanzierungen

Kredite sind häufig eine Schuldenfalle. Egal ob Dispo, Bankkredit oder Baufinanzierung – Sie sollten vor Vertragsabschluss alle Konditionen im Blick haben. Bei einem Dispokredit etwa sind die Zinsen meistens sehr hoch. Einen Kredit von der Bank sollten Sie vermeiden, wenn es nicht unbedingt sein muss. Sicherheit bei der Baufinanzierung bietet ein genauer Finanzierungsplan.

Ab wann bin ich überschuldet und brauche Unterstützung?

Eine Überschuldung liegt vor, wenn Sie mit Ihren Einnahmen (Gehalt etc.) Ihre Ausgaben und bestehenden Verbindlichkeiten wir Ratenkredite, Handyverträge usw. über einen bestimmten Zeitraum oder auf Dauer nicht mehr decken können. Was sollten Sie tun? Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre gesamten Schulden. Starten Sie mit unserer Checkliste. Wenn sie insgesamt zu hoch sind und Sie nicht wissen, wie sie zu tilgen sind, ist es Zeit für eine Finanzsanierung.

Kann ich mir die Finanzsanierung leisten?

Eie Finanzsanierung kostet Geld – aber die Investition lohnt sich. Bei öffentlichen Stellen müssen Sie oft monatelang auf einen Termin warten. In dieser Zeit steigen Ihre Schulden und damit auch die Kosten weiter. Lassen Sie sich sofort helfen – wir sind Ihr Partner für Finanzsanierungen. Unser Honorar wird in den Raten berücksichtigt.

Wie funktioniert das mit der monatlichen Rate?

Wenn wir uns einen Überblick über Ihre Schulden und Verpflichtungen verschafft haben, erstellen wir einen Plan für eine Finanzsanierung. Gemeinsam mit Ihnen legen wir die Ratenhöhe fest, kontaktieren Ihre Gläubiger und verhandeln mit ihnen.

 

2. KREDITE

Was ist von Konsumkrediten zu halten, die man schnell im Internet abschließen kann?

Bei Kreditangeboten im Internet gilt es, Vorsicht walten zu lassen. Als Faustregel gilt, dass ein Kredit nicht seriös ist, wenn der Anbieter keine Sicherheiten verlangt und eine erfolgsunabhängige Vorabgebühr wie zum Beispiel Bearbeitungsgebühren fällig werden. Weitere Warnsignale sind Blankoüberweisungen oder Gehaltsabtretungen. Wenn Sie überschuldet sind, verändert der Versuch, die alten Verbindlichkeiten mit einem neuen Kredit (das gilt auch für Angebote ohne KSV) abzulösen, wenig an der Gesamtsituation. Eine Entschuldung mit solchen Krediten macht die Schuldenlage wegen höherer Kosten und Zinsen nur noch schlimmer. An diesem Punkt sollten Sie in Betracht ziehen, dass eine Finazsanierung der bessere Weg ist.

Kredit ohne KSV 

Wie auch bei schnell vermittelten Krediten im Internet gilt bei Krediten ohne KSV: Das Angebot ganz genau prüfen, um böse Überraschungen zu vermeiden. „Eil-Kredite“ oder „Blitz-Kredite“ gibt es im Internet zuhauf. Allerdings sind die Anbieter nicht immer seriös und verlangen teileweise einen satten Aufschlag bei den Zinsen und Bearbeitungsgebühren. Besser ist in diesem Falle ein Schuldenvergleich im Rahmen einer Finanzsanierung.

Kredit ohne Bank

Mit einer schlechten Bonität und KSV-Eintrag haben Sie bei der Bank wenig Chancen auf einen Kredit. Alternative bietet der Kredit ohne Bank (auch Privatkredit genannt) – dabei handelt es sich um einen Kredit, für den der Kreditgeber keine Bonitätsauskunft anfordert. Das Problem bei solchen Kreditangeboten: Die Anbieter legen die Zinsen oftmals willkürlich fest und erheben hohe Gebühren. Günstige Konditionen gibt es beim Kredit nicht. Auch hier sollten Sie sich die Frage stellen, ob eine Finanzsanierung nicht der bessere, weil nachhaltigere Weg, ist.

Kredit trotz Schulden

Die Möglichkeit, trotz Schulden einen Kredit aufzunehmen, ist bei Banken eher gering. Für sie spielt die Bonität, Sicherheiten oder eine positive KSV-Beurteilung eine große Rolle. Natürlich gibt es auch unabhängige Anbieter. Diese lassen sich die mangelnden Sicherheiten aber teuer bezahlen – und machen so Ihre finanziellen Schwierigkeiten nur noch größer. Hier ist die Finanzsanierung die bessere Lösung, da sie das Schuldenproblem bei den Wurzeln packt. 

 

3. FACHBEGRIFFE

Gläubigerliste

In einer Gläubigerliste sind all die Personen oder Firmen aufgeführt, bei denen Sie Schulden haben. Weiterhin gehört auch die zugehörige Schuldsumme in die Liste. Sie benötigen Hilfe bei der Aufstellung? Die Mehrzahl Ihrer Gläubiger können Sie ermitteln, indem Sie:

- eine aktuelle KSV-Auskunft einholen

- beim für Sie zuständigen Gerichtsvollzieher nachfragen

- Einsicht in die Schuldnerliste Ihres Amtsgerichtes nehmen

- die zentralen Mahngerichte nach Vollstreckungsbescheiden fragen

Vermögensauskunft

Mithilfe einer Vermögensauskunft kann sich der Gläubiger darüber informieren, was bei seinem Schuldner für Werte vorhanden sind. Mit der Auskunft verschafft sich der Gläubiger einen Überblick über Ihre finanzielle Gesamtsituation. Dabei wird in Betracht gezogen, ob Sie Vermögen besitzen und wie hoch Ihr Einkommen ist. Welche Angaben Sie machen müssen? Beispielsweise die Adresse des Arbeitgebers, Ihre Bankverbindung, Ihr Auto, eventuelle Lebensversicherungen, Immobilien, Bausparverträge und andere Vermögenswerte.

Einkommenspfändung

Bei einer Einkommenspfändung können Gläubiger das Einkommen des Schuldners direkt beim Arbeitgeber pfänden. Der Arbeitgeber darf dann nicht mehr den vollen Lohn an den Arbeitnehmer auszahlen, sondern nur noch den Pfändungsfreibetrag. Er gilt für alle Schuldner, die keine Unterhaltsverpflichtungen erfüllen müssen. Was über den Freibetrag hinausgeht, muss der Arbeitgeber direkt an den Gläubiger zahlen.

Kontopfändung

Die Kontopfändung ist ein Mittel der Zwangsvollstreckung. Ziel der Kontopfändung ist das Begleichen offener Schulden, die nach mehrmaliger Zahlungserinnerung und Mahnung nicht bezahlt wurden. Ein Gegenmittel ist, das Konto möglichst gedeckt zu halten. Ist das nicht möglich, sollte ein Pfändungsschutzkonto eingerichtet werden.

Pfändbare Gegenstände 

Bargeld darf nur bis zu einer bestimmten Höhe gepfändet werden. Prinzipiell pfändbar sind beispielsweise Computerspiele, Konsolen und Digitalkameras, Fitnessgeräte, Gefriertruhen, Handys, Klaviere, Mikrowellen, Münz- oder Briefmarkensammlungen, Musikanlagen und Schmuck. Nicht gepfändet werden dürfen Gegenstände des täglichen Gebrauchs und Dinge, die der Schuldner zur Ausübung seines Berufes benötigt.

Pfändungsschutzkonto

Das Pfändungsschutzkonto (P-Konto) ist ein Girokonto, bei dem das Guthaben in Höhe des gesetzlich festgelegten Rahmens vor Kontopfändungen geschützt ist. So sichert das P-Konto das Minimum zur Deckung des Lebensbedarfs. Ein Pfändungsschutzkonto muss eingerichtet bzw. in Auftrag gegeben werden. Entweder Sie wandeln Ihr bestehendes Konto um oder richten ein neues ein.

Setzen Sie auf Vertrauen.

Eine Finanzsanierung braucht vor allem eines: einen erfahrenen Partner. Sie sollten sich darauf verlassen können, dass wir unsere langjährige Erfahrung im Umgang mit Gläubigern nutzen, um Ihnen auf dem Weg zu Schuldenfreiheit zu helfen.

 

Fragen über Fragen.

Eine Finanzsanierung ist eine persönliche Angelegenheit und nicht immer einfach zu verstehen. Ihre dringendsten Fragen beantworten wir in unseren FAQs. Alles Weitere gerne bei der kostenlosen Anfrage.

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